CAVA

Deutschland

CAVA
Album: Good Luck
VÖ: 27.11.2026
Label: Buback Tonträger

14 Garage-Punk Songs für gelebte Solidarität: CAVA veröffentlichen 3. Album „Good Luck“

Was bleibt, nachdem die Sektkorken geknallt haben, nachdem der Moshpit zu einer weiteren Erinnerung geworden ist und die eigene Lebensrealität wieder die Oberhand gewinnt? CAVA sind zurück mit ihrem neuen Album „Good Luck“, wobei der Titel keineswegs mit der Akzeptanz einer Niederlage gleichzusetzen ist.
Ihr drittes Studioalbum „Good Luck“, bestehend aus 14 energiegeladenen Garage-Punk-Tracks, ist eine Reise hin zu der Erkenntnis, was eine von Schwarz-Weiß-Denken geprägte Welt immer dringender braucht: kleine und große Momente des Glücks und vor allem ein Gefühl von Gemeinschaft, das solidarisch zum Leben erweckt werden kann.

Mit ihren ersten beiden Alben „Damage Control“ und „Powertrip“ haben CAVA die Wut und Frustration eingefangen, von denen unsere Zeit geprägt ist – und zwar durch kontinuierliches Experimentieren mit garagigem Punk-Sound und augenzwinkernden Texten, die Tatendrang und positives Chaos entfacht haben. „Good Luck“ setzt diese Tradition fort, richtet den Fokus dabei aber auf das, was auf Wut und Frustration folgt und sich diesen negativen Gefühlen abgewinnen lässt. CAVA stemmt sich mit dem neuen Album entschieden gegen Isolation und appelliert an die Hoffnung – nicht als bloßes Wunschdenken oder im Sinne einer Akzeptanz schwieriger Zeiten, sondern als Methode der Solidarität, verwurzelt im immer stärker werdenden Wunsch nach Community. Denn wir alle können noch so einiges von den vielfältigen Kräften lernen, die durch Sisterhood entfacht werden.

Der Schmerz, der in ihren Songs immer wieder thematisiert wird und den viele Menschen als ein „Der-Welt-ausgesetzt-Sein“ empfinden, ist nämlich kein individuelles Problem, was im Fokus Track zum Albumrelease „Hard Times“ besonders deutlich wird. „Hard times come and go / Still no equity / No one’s free / Until everyone is free“, singt CAVA und greift damit den zentralen Gedanken kollektiver Befreiung auf, der in jedem Winkel des Planeten immer präsenter wird. Genau diesen Wunsch nach einem Wandel verkörpert die Band in ihrem Album – nicht nur durch zeitlose Worte, sondern auch durch die Weiterentwicklung ihres eigenen Sounds. Sie wissen um die Kraft, die in drängenden Gitarrenriffs, fließenden Basslines und unerbittlichen Drums steckt. Die Rohheit der Band ist noch immer vorhanden, aber Komposition und Produktion haben ein neues Selbstbewusstsein erreicht, das zeigt, dass CAVA nicht mehr nur höflich bittet, sondern einfordert.

Zwischen den heftigen Riffs und Drumlines findet CAVA einen Weg, sich selbst zu bewahren – durch Humor und vor allem durch Akzeptanz. So wird in „Every Life“ deutlich, dass Fehler zu machen zum Leben dazugehört: „In every life I’d choose it all / In every life I’d do it all again / In every life I’d fuck it up again“. Was CAVAs Haltung als Musikerinnen und Texterinnen darüber hinaus so zeitgemäß macht, ist die Tatsache, dass sie in ihren Songs Sorgen und Fehler so abbilden, dass sich all jene darin wiedererkennen können, die im schnelllebigen und kapitalistischen System ums Überleben kämpfen müssen.

Ähnlich wie die lauernde Dringlichkeit, die unter der Oberfläche des Alltags brodelt, baut der Song „Mission“ eine langsame, aber rhythmische Spannung auf, die nach Auflösung verlangt. „Keep your eyes / On the mission / Maybe you don’t work that hard / Maybe you are not that smart / 9 to 5 go break my heart“, erklingt im pulsierenden Gleichklang. Der Song prangert nicht nur das von Selbstoptimierung besessene System an, sondern zeigt auch, wie leicht es ist, sich und sein Selbstwertgefühl aufgrund eines antrainierten Tunnelblicks zu verlieren.

Mit der Single „M42“ wird auch das pulsierende Großstadtleben zum zentralen Thema des Albums und erzählt zugleich von etwas, das alle kennen, die schon einmal in öffentlichen Verkehrsmitteln auf entfremdete Bekanntschaften getroffen sind. Das Gefühl von Anonymität in Metropolen kann nicht nur als schützender Deckmantel dienen, sondern ist auch ein Symbolbild der heutigen Zeit, in der wir uns trotz ständiger Vernetzung zunehmend unsichtbar und austauschbar fühlen.

Wer das in Berlin gegründete und aufgewachsene Duo einmal live erlebt hat, weiß, dass Peppi und Mela eine ganz besondere Elektrizität auf die Bühne bringen und das Publikum in ihren Bann ziehen. So haben sie in den letzten Jahren immer wieder unter Beweis gestellt, dass es ihnen extrem wichtig ist, einen Moment zu schaffen, in dem alle gemeinsam ausbrechen, schreien, fühlen und sich bewegen können und sich dabei sicher fühlen. Trotzdem ist der kollektive Kampf gegen patriarchale Strukturen bis heute ein anhaltender – auch in Räumen und an Orten, die sich als widerständig gegen unterdrückende Systeme verstehen. Songs wie „Conspiracy Cowboy“ oder „Girl In A Band“ greifen die persönlichen Erfahrungen in diesen Räumen auf. Innerhalb wie außerhalb der Musikszene steht für CAVA fest: „We will never be quiet / We might live defeated but we are alright“.

Nach Tourneen durch Deutschland und Europa macht sich CAVA nun daran, „Good Luck“ weltweit auf die Bühnen zu bringen. Nach Jahren des Tourens und Experimentierens verstehen die beiden heute besser denn je, worin ihre Kraft als Punkduo liegt – die Schultern der anderen zu packen und zu sagen: „Wir stecken da gemeinsam drin!“ Und trotz oder vielleicht gerade aufgrund der gegenwärtigen Härte und Einsamkeit fordern sie dazu auf, echte, vibrierende, chaotische und wunderschöne Verbindungen einzugehen – ganz egal, wo auf der Welt.

Text: Mara Aiko

Live 2026
Nordamerika-Tour
03.09. – 03.10.

Releasekonzerte
27. + 28.11. Berlin – Schokoladen

Tour für 2027 in Vorbereitung

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