Peter Piek

DEUTSCHLAND

Peter Piek
Album: Electric Babyland
Label: What We Call Records
VÖ: 26.10.2018

Intuitiv und zeitlos: Peter Piek im Sog der Modularsysteme

Auf seiner Webseite finden sich Informationen zu künftigen Ausstellungen, Konzerten sowie vergangenen Installationen, ehe man sich in der „painting-library“ oder den zahlreichen Texten verliert. „Ueber Zufall, das Weltall und Rhythmus“ heißt einer davon, „ich sag JA zu Biber!“ ein anderer. So ungreifbar, verschlungen und freigeistig das klingt, so klingt auch seine Musik. Genauer: Sein neues Album „Electric Babyland“.

Peter Pieks erster Schritt in das „Electric Babyland“ vollzog sich mit dem Kauf eines kleinen Synthesizers vor zwei, drei Jahren. In kleinen Schritten begab sich der von Neugier Getriebene in den rauschhaften Sog der modularen Systeme. Auf vier Alben erdige Gitarrenmusik folgen also neun Songs, auf denen man Gitarren vergeblich sucht. Für den Künstler ein Neuanfang, womit wir schon beim Cover des Albums wären. Das Symbol des Neuanfangs schlechthin, das Neugeborene, umwickelt von einer Windel. Drückt der nackte Körper, wie im ikonischen „Nevermind“ Nirvanas nicht viel mehr Ehrlichkeit aus? Durchaus, aber die Windel zeige „irgendwie Zeitgeist. Wegwerfgesellschaft“, so Piek.

Der neue kompositorische Ansatz auf „Electric Babyland“ resultiert in einem Sound, der wie keines seiner anderen Alben einen lebendigen Moment repräsentiert. Intuitiv und zeitlos, ehrlich und gerade heraus. Was man als sprachliches Bild vermutet, ist stattdessen simpel und real. Es scheint wie eine Antwort des Musikers, Malers und Performancekünstlers auf die häufig zwanghafte Suche nach Zeitgeist und Mode. Sich selbst stellt er zurück, sieht sich nicht als Schöpfer einzigartiger Werke: „Die Songs widmen sich Bildern, Gedanken und Gefühlen, die Menschen heute, im Mittelalter und in 2000 Jahren noch empfinden können. Und so trieben sie schon vorher da draußen im Farb-, Denk- und Gefühlsäther herum. Sie wurden anders gesungen, sind jetzt mit mir im Electric Babyland angekommen und werden in Zukunft wieder in anderen Gewändern daherkommen, anders betitelt, vielleicht von anderen Menschen oder Algorithmen geschrieben sein.“

Das Album erscheint am 26. Oktober auf dem Hamburger Label „What We Call Records“. Peter Piek spielt im Herbst vereinzelte Konzerte und wirkt im österreichischen Dornbirn am Theaterstück „Der Christuskomplex“ mit, bevor Anfang 2019 die „Electric Babyland Tour“ startet.

„Es gibt Menschen, die scheinen gar nicht zu wissen, wohin mit all ihren Talenten. Der vielseitige Leipziger Künstler Peter Piek gehört zweifellos zu dieser Spezies. Seine Songs sind atmosphärische Klangbilder, die Geschichten erzählen.“ Süddeutsche Zeitung

Vorbestellung des Albums: lnk.to/PP_ElectricBabyland

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