Ro Bergman

Österreich

Ro Bergman
Single: Animal
VÖ: 22. Januar 2021
Label: Bergman Music

Mitten in der Pandemie inszeniert Ro Bergman in einem menschenleeren Skigebiet mit Solotänzern der Wiener Staatsoper die Geschichte zu seinem neuen Song Animal. Zwischen atemberaubenden Naturaufnahmen und tänzerischer Hingabe wirft das Video Fragen auf, die im letzten Jahr aktueller geworden sind, denn je.

Ro Bergman ist Autodidakt und Perfektionist. Ersteres hört man seinen Songs nicht an, letzteres schon. Mit Animal hat der österreichische Musiker eine kleine Oper geschaffen. Die Inspiration kommt aus der eigenen Biographe und dem letzten Jahr, das als Jahr der Pandemie in die Geschichte eingehen wird. Die Balance zwischen Freiheit und Häuslichkeit, das Verhältnis von Mensch und Tier und das Spannungsfeld von Einsamkeit und Unabhängigkeit prägen das Werk des Musikers und kommen in Animal zu einem Höhepunkt. Es sind die großen Fragen unserer Zeit, abstrakt inszeniert von Tänzern der Wiener Staatsoper auf einem eingeschneiten Felsplateau in 2400 Metern Höhe.

Ro Bergman nahm Animal schon im vergangenen Jahr (gemeinsam mit Niko Stössl) auf, als in Australien verheerende Waldbrände tobten. Im zweiten Lockdown packte ihn der Schaffensrausch und die Erkenntnis, dass der Song heute aktueller denn je ist: „The ice is melting / times are changing / woods are burning / and I‘m in between“. Mit der Corona-Pandemie rückt die Frage nach dem Mensch-Tier-Verhältnis wieder in den Fokus. Der Mensch als soziales Wesen muss sich isolieren, kommt der Wildnis zu nahe. Gleichzeitig entdecken viele Menschen die Natur in Zeiten der Isolation als Quelle von Kraft und Inspiration.

Auch Ro Bergman hat eine spezielle Verbindung zu den Bergen. Als Skiführer scheut er die steilen Hänge auch im Winter nicht. Zwischen Musik und Familie treibt es den Künstler immer wieder in die Wildnis. Um in der rauen Kulisse der Kalkkögel im Süden Innsbrucks zu drehen, stieg er mit seinem Team aus Tänzern, Bergführern und Kameracrew rund um Rupert Höller um sechs Uhr morgens auf den Berg. Vereiste Hänge und Minusgrade erschwerten die Produktionsbedingungen.

In Kombination mit den epischen Aufnahmen werden Text und Sound zu einem künstlerischen Zeitdokument. Ro Bergman trifft mit seinem Alternative-Pop, einer Mischung von organischer Instrumentierung und elektronischen Elementen, genau das richtige Maß an Pathos, den es braucht, um dem letzten Jahr gerecht zu werden.

Im Frühjahr erscheint seine EP „Hi Lo“.

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