Ian Fisher

USA

Ian Fisher
Album: Idle Hands
VÖ: 31.08.2018
Label: Ian Fisher music

Sollte man nur aufbrechen, wenn man auch irgendwann ankommen möchte? Diese Frage beschäftigt Ian Fisher schon seit dem Tag, an dem er aus dem ländlichen Missouri nach Europa startete. Zehn Jahre sind seitdem vergangen, doch nie hielt es den Musiker länger als einen Monat an einem Ort.
Wien, Berlin, München, New York und Nashville. Alles nur Zwischenstationen eines nie endenden Wegs.

So musste das wohl sein, als Folk-Troubadour. Auf der Suche nach einer Identität wurde Country immer mehr zu Fishers musikalischem Fallschirm, aber wirklich richtig fühlten sich die engen Grenzen des Genres nur selten an. Heute weiß der Expat: „Die wahren Grenzen, musikalisch und politisch, stecken nur in unseren Köpfen.“

Mit seinem neuen Album „Idle Hands“ öffnet der in Amerika geborene und in Europa aufgewachsene Weltbürger die Schranken und entwickelt ein neues Selbstbewusstsein als moderner Songwriter klassischer Prägung. Ian Fisher wuchs mit der Plattensammlung seines Vaters auf, mit dem Songwriting der 70er Jahre, als Stilvielfalt die Paradedisziplin und ein behutsamer Groove allgegenwärtig war. Bill Withers, Jackson Browne und Fleetwood Mac sind Namen, die einem im Zusammenhang mit der warmen Klangästhetik von „Idle Hands“ in den Sinn kommen. Doch dieses Album blickt nicht nur in die Vergangenheit. Ohne die Inspiration durch aktuelle Künstlers wie Timber Timbre oder Andy Shauf wäre wohl kaum so ein zeitgemäßer Klang möglich gewesen.

„Idle hands do the devil’s work“, lautet ein bekanntes Sprichwort. Die Sorge, nutzlos zurückgelassen zu werden, sei es im persönlichen oder sozialen Leben, ist daher ein allgegenwärtiges Thema des Albums. Fisher stellt poetische Vergleiche zwischen einem verlassenen Beziehungspartner und der Angst der westlichen Mittelschicht vor dem sozialen Abstieg an. Wir alle möchten gebraucht werden und einen Zweck erfüllen. Vom Bergmann in West Virginia oder die Arbeitslosen in Osteuropa bis zu einem weltgewandten Songwriter.
Mit „Idle Hands“ erinnert uns Ian Fisher daran, wie wir uns oft selbst nützlich machen, indem wir unsere eigenen Herausforderungen schaffen.

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