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5 Jahre Backseat @ Reeperbahn Festival

Wir feiern 5 Jahre Backseat!
Wir promoten (z.B. Bilderbuch und Black Sea Dahu), veröffentlichen (z.B. BRTHR und Carnival Youth), buchen das Musikprogramm vom Norden Festival und haben mit Fanklub eine neue direct-to-fan Plattform an den Start gebracht.

Auf der 5-Jahres-Feier am Mittwochabend im Grünen Jäger lädt Backseat ab 18 Uhr zu Drinks ein, bevor vier Liveacts aus dem Label-Roster die Bühne betreten: Die neue Gruppe Noth, die ihr gepriesenes Debütalbum „Die Wahrheit über Arndt“ im Sextett auf die Bühne bringen wird. Das kanadisch-berlinerische Duo Kliffs, welches genauso wie die norwegische Sängerin Signe Marie Rustad brandneue Songs vorstellen wird. Und den Songwriter Michael Moravek, der mit seiner Electric Traveling Show anreisen wird.

Anmeldung zur Reception

5 years of Backseat @ Reeperabhn Festival
Locatio: Grüner Jäger
18:00 – 19:00 Reception
19:15 – 19:55 Noth
20:35 – 21:15 Kliffs
21:45 – 22:25 Signe Marie Rustad
23:05 – 23:45 Michael Moravek & Electric Traveling Show


Sophie Zelmani veröffentlicht neues Album

Sophie Zelmani ist zurück. Mit "The World Ain't Pretty" veröffentlicht die Grande Dame schwedischer Folkmusik nach dreieinhalb Jahren am 23. September ihr neues Album.

"The World Ain't Pretty" ist ein facettenreiches Album mit viel Melodie, Glanz und Tiefe und enthält für Zelmani ungewöhnlich viele Uptempo Songs wie ein Cover. Zelmanis Texte drücken Sehnsucht, Sorge und Hoffnung aus und sie beweist erneut, dass sie sich als Songwriterin auch nach mehr als 25 Jahren weiterentwickelt hat. Es ist das dreizehnte Album der schwedischen Sängerin und Songwriterin Sophie Zelmani und das Nachfolgealbum zu "Sunrise" von 2019 und zu der 2021 veröffentlichten Best-Of-Sammlung "The First 25 Years".

Wie immer ist das neue Album das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Sophie selbst und dem Gitarristen, Produzenten und Arrangeur Lars Halapi. Im Laufe der Jahre haben Zelmani und Halapi ein tiefes gegenseitiges Verständnis und Vertrauen entwickelt. Auch Schlagzeuger Peter Korhonen und Bassist Thomas Axelson sind wieder mit von der Partie und ergänzen und verstärken den individuellen Charakter jedes Songs.

Wie üblich vermeidet es Zelmani, ihre Texte im Detail zu erläutern. Sie befürchtet, dass die Lieder durch zu viel Hinterfragen ihren Zauber verlieren könnten. So ist es kein Zufall, dass sie sich lieber in ihren Liedern als in Interviews äußert und ihre Lieder offen für Interpretationen lässt. Das bedeutet auch, dass ein Cover wie Leonard Cohens "Be For Real" den Hörer spüren lässt, dass es auch Hinweise auf Zelmanis eigenes Leben enthält und es einen Grund dafür geben könnte, warum sie sich genau für diesen Song entschieden hat.

Für Zelmanis eigenes Songwriting und ihre Texte gibt es keine Formel. Manche Dinge sind vielleicht passiert, andere sind das Ergebnis einer lebhaften Fantasie. Manchmal wird ein kleines Ereignis vergrößert, ein anderes Mal wird ein weltbewegendes Ereignis abgemildert.

Die Tatsache, dass die Welt in den letzten zwei Jahren langsamer geworden ist und ein paar Schritte zurückgehen musste, hat dazu geführt, dass Zelmani ein paar Schritte nach vorne gemacht hat.

In mancher Hinsicht haben die dunklen Ereignisse der letzten Zeit vielleicht zu Zelmanis lebensbejahendstem Album geführt.


Max Prosa kündigt Anti-Kriegs-Album an

“Wann könnt ihr endlich friedlich sein?” heißt der Titeltrack des neuen Albums von Max Prosa. Der Bezug ist in diesen Tagen unmissverständlich, es ist ein Protestsong. Dabei flüchtet Prosa sich nicht in Pazifismus-Floskeln oder Naivität, sondern bebildert einen sehr zentralen und wichtigen Gedankengang: Wir alle sind Menschen, als Babys und im Alter zerbrechlich und auf Hilfe angewiesen – und da wird ersichtlich, dass ein jeder von uns nach Liebe und Nähe sucht. Wieso schießen wir aufeinander? Warum zur Hölle? “Es ist dieselbe Art zu fühlen, es trügt uns nur ein anderer Schein”, singt Prosa.

Etwas zu sagen haben. So könnte das Credo lauten, welches sich durch die zehnjährige Bühnen- karriere von Max Prosa zieht. Er lebt es seit seinem gefeierten Debütalbum “Die Phantasie wird siegen”. Es begleitet ihn als Theaterautor. Es findet sich in seinen Lyrikbänden und in dem Gedicht- abo – ein eigens von ihm entwickeltes System, das eine immer größer werdende Schar von Anhän- ger*innen monatlich mit Lyrik versorgt. Natürlich kann Prosa mit so einem Credo nicht alle Wellen reiten, nicht jeden Haken schlagen, den die Popkultur vorgibt. Schon immer setzt er den sich ver- ändernden Sound-Moden eine Zeitlosigkeit entgegen.

Nach 10 Jahren, 6 Alben und zahllosen Konzerten tritt sein Schaffen an vielen Stellen ans Licht: 2021 gewann der 15-jährige Egon Werler mit Prosas Lied “Flügel” die Fernsehsendung “The Voice Kids”. Es folgten TV-Auftritte und 2020 wurde er mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet, 2022 mit dem Förderpreis für junge Liedermacher. 2023 kommt ein Film von Chris Kraus in die Kinos, in denen zwei Titel von Max Prosa eine Hauptrolle spielen. Worum es immer geht: etwas zu sagen haben. Es so sagen, wie es noch niemand gesagt hat.


OY mit einem Track zum Todestag George Floyds

Nachdem OY mit der ersten Single ihres kommenden Albums auf dem »Place des Clichés« über sphärisch-tanzendem Avant-Pop alltägliche Vorurteile verhandelten, nimmt das Duo in dem Alternative Hip-Hop Track »One on the Row« die dahinterstehenden Strukturen in den Blick. Der Veröffentlichungstermin am 24. Mai, unmittelbar vor dem Jahrestag des Mordes an George Floyd, ist nicht zufällig gewählt. Der Song ist zugleich Solidaritätsbekundung mit den Zielen der internationalen Black-Lives-Matter-Bewegung und eine Geste der Selbstermächtigung.

Die den Song durchziehende Metapher des »sitting in the fire« wird ambivalent eingesetzt: Einerseits spricht sie davon, wie Schwarze Menschen buchstäblich gesprochen in der Schusslinie stehen. Andererseits ist damit der Treibstoff des solidarischen Widerstands gemeint. Das Ergebnis ist ein Stück, das mit kritischem Blick positive Perspektiven entwirft. »One on the Row« klingt also nicht ohne Grund energetisch und melancholisch, diskursiv und hymnisch, treibend und doch leicht.

Umso dringlicher und fordernder werden die Bässe am Ende des Stücks. Sie untermalen eine Spoken-Word-Einlage, von denen noch einige andere das kommende Album lyrisch und diskursiv anreichern werden. Das Gedicht stellt der Analyse und Kritik von Strukturen der Unterdrückung ein subjektives und doch solidarisches Versprechen der Freiheit von Fremdzuschreibungen entgegen: »Identi-one, Identi-two / Identi-three, Identi-four. / Identi-tea, I tend to coffee / My identity is a compilation—of class and gender, of colour and passion«


Schorl3 reisen auf neuer Single "Blume" in die 90er.

So ziemlich jede Kultur dieser Erde verbindet den Frühling mit Fruchtbarkeit. Zurecht. Aber wie sexy Blumen wirklich sein können, ist den meisten Menschen bis heute nicht bewusst. Mit diesem Manko ist jetzt endlich Schluss. Denn Schorl3 sexualisiert sich mit ihrer neuen Single „Blume“ (VÖ 27.05.) nicht nur sich selbst, sondern auch all jene, die Photosynthese betreiben. #flowerempowerment

Schorl3, das ist Aspirin im Sektglas oder Mentos in der Cola Light. Das Hamburger Trio bestehend aus dem Troubadour LMO und den Produzenten Hans und Hans haben sich mit ihrem Sprudelpop und der gleichnamigen 2021er Debüt-EP einen Namen gemacht. Mit zwei Millionen Streams im Gepäck und als frisch gekürte Gewinner des Hamburg Music Award KRACH+GETÖSE ist klar, dass sie mehr sind als ein kurzer Schluckauf.

Schorl3, das ist auch Spaß an der Freude. Mit funkelnden Disco-Vibes, Funk-Beats und den besten Augenblicken eines maximal unerwarteten Ohrwurms, reisen die Hamburger Jungs Richtung Sonne, die Texte dabei oft doppeldeutiger als Mensch denkt.

Apropos Sonne: Wäre Blümchen etwas mehr davon vergönnt gewesen, wäre sie heute vielleicht eine Blume. So oder so, die neue Single von Schorl3 liefert ähnlich wie Jasmin Wagner lupenreine 90s-Vibes, lyrisch mit einem kräftigen Augenzwinkern. Bestens geeignet für den Sprung durch den Rasensprenger oder, für alle Stadtkinder, als Partystarter nach drei Aperol Spritz.